Erste-Hilfe

Erste Hilfe nach dem Verlust Ihres Kindes

Nun fehlen die Worte, denn für den Tod des eigenen Kindes gibt es keine passenden und hilfreichen Worte.

Der Schmerz ist grade so unendlich groß, dass an ein rationales Denken keine Chance hat… Ich bitte Sie von Herzen, nichts zu überstürzen!

Egal welchen Rat Sie von Ihrem Gynäkologen oder Ihrer Hebamme erhalten, überdenken Sie diesen bitte! Solange wie bei Ihnen kein Notfall vorliegt, besteht kein Grund zu Eile.

An einem Freitagnachmittag erfuhr ich von meiner Ärztin, dass das Herz meines Kindes nicht mehr schlägt. Sie erklärte mir, dass ich ins Krankenhaus für einen operativen Eingriff müsste. Ich wollte es sofort hinter mich bringen; ich konnte mir nicht vorstellen noch länger mein totes Kind im Bauch zu haben. Im Krankenhaus legt man meinen Operationstermin auf den nächsten Montag, da ich nach Aussage der Ärztin kein Notfall sei. Gefühlt habe ich mich aber so. Ich musste somit das Wochenende über mein totes Kind bei mir behalten, was sehr schmerzlich war. Ich bin aber froh und dankbar, dass ich noch Zeit mit meinem Kind hatte. Zeit um mich zu verabschieden; Zeit um mein Kind loszulassen; Zeit um anzuerkennen was geschehen war.

Nun stehen Sie eventuell vor der Frage: Wie geht es weiter? Ich bin für Sie da! Es ist mein Wunsch Ihnen in dieser schweren Zeit zur Seite zu stehen. Nehmen Sie umgehend Kontakt zu mir auf und wir besprechen persönlich Ihr Anliegen. Ich möchte mit Ihnen herausfinden, welcher Weg nun für Sie am besten ist. Ich möchte Sie über das weitere Vorgehen im Krankenhaus usw. aufklären und Sie begleiten. Ich wäre froh gewesen, wenn ich an dem Wochenende einen Ansprechpartner gehabt hätte; durch meinen Kopf gingen abertausende von Fragen…. Bitte nehmen Sie meine Hilfe und Unterstützung in Anspruch.  

Erste-Hilfe-„Regeln“

  • Geben Sie Aufgaben ab, die Sie derweil überfordern
  • Bitten Sie Ihre Familie und / oder Freunde um Unterstützung
  • Überdenken Sie wichtige Entscheidungen in Ruhe
  • Sprechen Sie über Ihre Gefühle, wenn Ihnen danach ist (am besten mit anderen betroffenen Menschen)
  • Nehmen Sie sich Zeit für sich und tun Sie Dinge, die Ihnen gut tun. Zum Beispiel spazieren gehen, ein Bad nehmen, Musik hören,….
  • Lassen Sie sich nicht von anderen sagen, was gut für Sie wäre. Das können nur Sie wissen
  • Wenn Sie es wünschen, dürfen Sie Kontakt zu anderen Müttern mit einem Säugling oder mit Kindern ablehnen. Ja, Sie dürfen auch die Straßenseite wechseln, wenn Ihnen ein Kinderwagen entgegenkommt.
  • Hören Sie über das „Geschwätzt“ hinweg. Viele Ihrer Freunde möchten Sie mit einigen Worten unterstützen, wie „dann klappt es beim nächsten Mal!“. Ihre Freunde sind aber genauso überfordert wie Sie, und einen guten Rat nach dem Tod eines Kindes zu geben ist überaus schwer. Bedenken Sie, dass Ihre Freunde ihr Bestes geben wollen um Ihnen zu helfen, aber nicht „Betroffene“ sind.
  • Hören und achten Sie auf Ihren Körper. Haben Sie Schmerzen oder körperliche Beschwerden? Benötigen Sie einen Arzt? Scheuen Sie sich nicht davor, Ihren Arzt öfter auszusuchen und um Rat zu bitten.

 Ich habe mein Kind erst 3 Monate nach dem operativen Eingriff beerdigen lassen. Zum einen, weil ich erst spät von der Möglichkeit der Beisetzung für Sternenkinder erfahren habe, zum anderen, weil ich Zeit brauchte. Zeit für meine Trauer; Zeit zum Begreifen.

Und auch Sie können sich Zeit lassen. Da ich mich seit langem nun mit dem Thema rund um den Verlust eines Kindes beschäftige, habe ich viele wertvolle Informationen zusammengetragen, die Sie auf den weiteren Seiten meiner Homepage entnehmen können. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass Ihnen gerade nicht nach lesen ist. Bitte kontaktieren Sie mich umgehend. Ich unterstütze Sie gerne.  

Tipps und Hilfestellungen für den Sternenkindvater im Umgang mit der trauernden Sternenkindmutter

Einige Sternenkindvätern haben mir gegenüber den Wunsch geäußert, dass sie gerne wüssten, wie sie mit ihrer Partnerin nach dem Tod des Kindes umgehen sollen. Als erstes ist wichtig zu erkennen, dass Frauen und Männer auf unterschiedliche Art und Weise trauern. Den Partner bei der Trauerarbeit zu unterstützen fällt somit häufig schwer. Auch verläuft jedes Trauergeschehen auf seine Weise. Das eine „typische Gefühl“ oder die „typische Reaktion“ gibt es nicht. Die Unterstützung, die Sie Ihrer Partnerin zukommen lassen, benötigt ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Flexibilität und Offenheit.

Hier liste ich Ihnen einige Ideen an Hilfen für den Umgang während der Trauerzeit / Trauerarbeit mit Ihrer Partnerin auf

  • Lassen Sie Ihre Partnerin möglichst wenig alleine. Aber bitte erdrücken Sie sie nicht mit Ihrer Zuwendung. Achten Sie auf die Botschaften Ihrer Partnerin. Seien Sie für sie da und hinterfragen Sie bitte nicht alles!
  • Bitte „bemuttern“ Sie Ihre Partnerin nicht; unterstützen Sie sie.
  • Übernehmen Sie alltägliche Aufgaben, wie zum Beispiel den Einkauf.
  • Sie bemerken, dass Ihre Partnerin mit einem Projekt / einer Aufgabe überfordert ist, dann übernehmen Sie doch bitte diese Aufgabe für sie.

Oder sie bitten Sie um eine Pause, in der Sie beide sich einfach nur eine Weile in den Arm nehmen und trösten.

  • Geben Sie Ihrer Partnerin bitte Ihr Mitgefühl!
  • Seien Sie da und hören Sie zu! Ja, bitte auch dann, wenn Sie das Erzählte bereits kennen.
  • Haben Sie viel Geduld mit Ihrer Partnerin
  • Trauer zeigt sich in vielen unterschiedlichen Facetten und mit vielen Emotionen: alles darf sein!!!
  • Eine scheinbare Emotionslosigkeit (z.B. kein Weinen, Starre) ist auch eine Form der Trauer, bitte halten Sie dieses aus!
  • Lassen Sie Gefühlsausbrüche (Wut, Zorn) Ihrer Partnerin zu; diese sind ein Element ihrer Trauer.
  • Wundern Sie sich nicht über emotionale Schwankungen! Achten Sie bitte immer wieder darauf, wie es Ihrer Partnerin derweil geht, damit Sie sie bestmöglich unterstützen können.
  • Geben Sie auch Ihren Gefühle Platz und lassen diese bitte zu. Bringen Sie Ihre Emotionen zum Ausdruck, wenn es notwendig erscheint.
  • Probleme müssen Platz haben und müssen angesprochen werden dürfen. Aber lassen Sie sich nicht von alten, ungelösten Problemen ablenken. Diese können zu einem späteren Zeitpunkt geklärt werden.
  • Nehmen Sie die Schuldgefühle Ihrer Partnerin nur zur Kenntnis; reden Sie Ihrer Partnerin diese nicht aus. Aber bitte auch nicht bekräftigen.
  • Eventuell wird sich Ihre Partnerin nach dem Verlust Ihres Kindes auf einmal mit Dingen beschäftigen, die sie sonst nie getan hätte. Das kann eine Ablenkung sein. Eine Ablenkung löst die Trauer leider nicht, sondern kann den Trauerprozess verzögern.
  • Seien Sie sensibel für Rückfälle. Diese können zu jedem Zeitpunkt auftreten, häufig aber zu den „traurigen Terminen“, wie zum Beispiel Tag des Diagnose, Beerdigungstag.

Auch für Sie, liebe Sternenkindväter, bin ich da. Sollten Sie noch Fragen haben oder eine weitere Hilfestellung benötigen, dann kontaktieren Sie mich. Ich unterstütze Sie gerne!  


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